In unserer ersten Wohnung fand ich im Januar hinter dem Kleiderschrank einen schwarzen Fleck an der Wand. Ich hatte immer brav das Fenster gekippt und die Heizung im Schlafzimmer ausgelassen, um zu sparen. Genau das war das Problem. Seitdem weiß ich: Schimmel vermeiden und Heizkosten sparen gehen zusammen, wenn man ein paar Regeln kennt.
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Die richtige Luftfeuchtigkeit
Bild: KI-generiertDas Umweltbundesamt empfiehlt in Wohnräumen eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent. Liegt sie dauerhaft darüber, steigt das Schimmelrisiko. Im Bad darf es nach dem Duschen kurz höher sein, solange danach gelüftet wird.
Ob die Luft zu feucht ist, siehst du nicht. Ein kleines Hygrometer zeigt es dir auf einen Blick, und es kostet kaum etwas.
Ein digitales Thermo-Hygrometer zeigt Temperatur und Luftfeuchtigkeit gleichzeitig. Am besten je eins im Schlafzimmer und im Bad, denn dort ist das Risiko am größten.
Stoßlüften statt Kippfenster
Bild: KI-generiertEin dauerhaft gekipptes Fenster tauscht kaum Luft aus, kühlt aber die Wände rund um das Fenster aus. Genau dort bildet sich dann Schimmel. Besser ist Stoßlüften: Fenster mehrmals am Tag für wenige Minuten weit öffnen, am besten gegenüberliegende Fenster gleichzeitig. Die Heizung drehst du währenddessen herunter.
- Morgens nach dem Aufstehen im Schlafzimmer.
- Nach dem Duschen im Bad.
- Nach dem Kochen in der Küche.
- Nach dem Wäschetrocknen in der Wohnung.
Nicht zu kalt heizen
Wenn Räume stark auskühlen, steigt das Schimmelrisiko deutlich, weil sich an kalten Wänden Feuchtigkeit niederschlägt. Auch Räume, die wenig genutzt werden, sollten nicht ganz kalt werden. Die Heizung lieber niedrig laufen lassen, als sie ganz auszudrehen.
Mehr dazu, wie du dabei trotzdem Heizkosten sparst, liest du in meinen 15 Tipps zum Heizkosten sparen.
Möbel und Wäsche richtig platzieren
Bild: KI-generiert- Große Schränke ein paar Zentimeter von der Außenwand abrücken, damit Luft zirkulieren kann.
- Wäsche möglichst nicht in Schlafzimmer oder Kinderzimmer trocknen, und danach lüften.
- Vorhänge nicht direkt über die Heizung hängen lassen, sonst kommt die warme Luft nicht in den Raum.
Wann ein Luftentfeuchter sinnvoll ist
Bild: KI-generiertWenn das Hygrometer trotz Lüften immer wieder über 60 Prozent zeigt, zum Beispiel im Keller, in einem fensterlosen Bad oder wenn die Wäsche in der Wohnung trocknen muss, kann ein elektrischer Luftentfeuchter helfen. Achte auf eine Größe, die zum Raum passt, einen eingebauten Feuchtigkeitsmesser mit Automatik und einen nicht zu lauten Betrieb, wenn er im Wohnbereich steht.
Ein elektrischer Luftentfeuchter mit Automatik schaltet sich ab, sobald die gewünschte Luftfeuchtigkeit erreicht ist. Ideal für Keller, Bad und Wäscheraum.
Wenn der Schimmel schon da ist
Kleine Stellen auf glatten Flächen wie Fliesen oder Silikonfugen kannst du mit geeigneten Mitteln selbst entfernen, dabei Handschuhe tragen und lüften. Größere Flächen, Schimmel in Wänden oder immer wiederkehrende Flecken gehören in fachkundige Hände. In einer Mietwohnung informierst du die Vermieterin oder den Vermieter.
Spar-Tipp: Hygrometer statt Bauchgefühl
Ein Hygrometer kostet weniger als eine Pizza und zeigt dir genau, wann du lüften musst und wann nicht. So lüftest du nicht unnötig die warme Luft hinaus und verhinderst gleichzeitig teure Schimmelschäden.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich im Winter lüften?
Mehrmals täglich für einige Minuten stoßlüften, besonders morgens, nach dem Duschen und Kochen. Das Hygrometer zeigt dir, ob es reicht.
Hilft ein Luftentfeuchter ohne Strom?
Granulat-Entfeuchter nehmen nur wenig Feuchtigkeit auf und eignen sich für kleine Schränke oder das Auto. Für ganze Räume ist ein elektrisches Gerät wirksamer.
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Stand: Oktober 2026.


